Binnenseeregatta 2015
Am 26. und 27.9.2015 wollten 14 Crew-Zillertal Mitglieder genau wissen, wer wirklich gut segeln kann und nahmen an der Binnenseeregatta am Mattsee teil, die von Hannes Pramstrahler bestens organisiert worden war. Das Wetter war zwar nicht berauschend, aber es war möglich, 5 Wettfahrten mit den von der Segelschule Hermann Steiner bereitgestellten Booten der Klasse Kielzugvogel durchzuführen. Der Wind war eher schwach, frischte aber gelegentlich doch ein wenig auf. Nachdem bei jeder Fahrt gewechselt wurde, gingen schließlich die Brüder Walter und Martin als Sieger hervor. Den 2. Platz eroberte Michael mit seinem Sohn, den 3. Platz sicherten sich Tom und Andrea.
Ein besonderes Lob und Dankeschön nochmals an Markus Pramstrahler für super Organisation und die viele Arbeit, die er auf sich genommen hat, um seinen Clubkollegen zu einem ganz tollen Wochenende zu verhelfen.
Weitere Fotos in der Bildergalerie!
FB2 und FB3 Kurs
Alle 23 Teilnehmer haben die Theorieprüfung für die Fahrtenbereiche 2 und 3 bestanden ! Die Crew Zillertal gratuliert dem Kursleiter Walter Kendelbacher und seinen Neu- und
Altskipper für die erbrachte Leistung.
FB2: Dornauer Josef, Fankhauser Georg, Fankhauser Markus, Gruber Peter, Hahn Friedrich, Hofer Hansjörg, Schneider Harald, Vorhofer Christian, Wechselberger Boris, Wechselberger Hansjörg, Wolf Peter, Zeiss Michael
FB3: Andreas Koch; Christian Sandhofer; Eberharter Andreas; Hannes Eberharter; Hans Langesee; Hans Peter Kroll; Rass Horst; Martin Brindlinger; Michael Seiringer; Stefan Leo; Wilhelm Pfister
Der Kurs startete am 14. Jänner 2015 in den altehrwürdigen Hallen des Stilluppklammhauses. Nach langen Nachtschulungen und Zeichenexzessen („harrschofft wia geat des noamol !“) konnten endlich die Prüfungen am 21. März abgelegt und entsprechend würdevoll gefeiert werden.
Achensee Opening
Bei herrlichstem Sommerwetter trafen so um die 30 Z-Crew Mitglieder gegen Mittag am Achensee ein, wo sie schon von einem fleißigen Team erwartet wurden. Es gab professionell zubereitetes Gegrilltes und viel zu trinken – aber wenig Schatten. Nachdem das Interesse am Gegrillten etwas nachgelassen hatte, rückte unsere Achenseeflotte in das Zentrum des Interesses. Besonders die neue RS Vision wurde eifrig ausprobiert – zuerst eher vorsichtig mit Neopren Anzug, später etwas leichtsinnig mit T-Shirt. Obwohl der Boarische zeitweise recht auffrischte, gab es (leider) keine Gelegenheit, beim Aufrichten einer gekenterten RS Vision zuzuschauen. (Fast) alle Segler kamen staubtrocken – oder zumindest nur schweißnass von ihren Schlägen zurück. Und alle waren sich einig in der professionellen Bewertung: „Des isch ganz schia gwarig“.
Aber auch die Jantar wurde eifrig genützt – einmal sogar zu eifrig. Die Crew hatte anscheinend jegliches Zeitgefühl verloren oder war in der sengenden Hitze dem Trugschluss erlegen, das Boot für den ganzen Tag gechartert zu haben. Aber das Wetter war einfach zu schön, um irgendjemandem wirklich böse zu sein. Dazu noch ein erfrischender Sprung in den 17gradigen Achensee und man hatte wieder einen kühlen Kopf.
Ein ganz besonderer Dank gilt den fleißigen Organisatoren dieses tollen Nachmittages: Hannes, Mike, Horst, Hans und Uschi, denen dann noch die ehrenvolle Aufgabe des Zusammenräumens zuteil wurde. Vielen Dank und vielleicht können wir wieder einmal so etwas machen.
Jahreshauptversammlung 2015
Die Jahreshauptversammlung fand wie geplant am 4. Dez. 2015 um 19 Uhr im Hotel Neuwirt in Schwendau statt. Obmann Hannes gab einen kurzen Rückblick über die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Vereinsjahres, wie dem Rodelabend unter dem Motto Winterregatta, den erfolgreichen FB2 und FB3 Kursen, dem Saisonopening am Achensee, dem Vereinsgrillen im August und der Binnenseeregatta am Mattsee im September.
Binnenseereferent Hans berichtete von einem sehr aktiven Jahr am Achensee. Die beiden Boote wurden sehr oft gemietet – unter anderem auch für die praktische A-Schein Prüfung. Leider wurde im Föhnsturm die bisherige Boje ausgerissen, wodurch sich die Jantar auf Wanderschaft begab, sodass im kommenden Jahr ein Ersatz gesucht werden muss. Kassierin Sonja erläuterte die wichtigsten Ausgaben- und Einnahmenposten. Das Vereinsjahr konnte mit einem leichten Plus abgeschlossen werden.
Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung begann die traditionelle Weihnachtsfeier, bei der neben der Auslosung der Boote für die Regatta 2015 besonders die kulinarischen Spezialitäten des Hauses genossen werden konnte. Weitere Fotos in der Bildergalerie!
Jolle RS Vision
Viele Möglichkeiten mit wenig Aufwand. Das bietet die RS VISION. Sie ist klein genug zum Einhandsegeln und groß genug für 2 Erwachsene mit 2 Kindern. Simpel und sicher in der Handhabung und dennoch spritzig und sportlich. Für Anfänger geeignet – und dennoch auch für Kenner, die sportlich mit Trapez und Gennaker segeln wollen eine gute Wahl. Die RS VISION ist die größte RS-Jolle aus Polyethylen. Sie bietet viel Platz, einen extra hohen Großbaum für besonders viel Kopffreiheit und unterschiedliche Sitzmöglichkeiten.
So eignet sich das Boot auch dazu, kleinere Kinder oder gänzlich unerfahrene Personen mitzunehmen. Mit (optionalem) Trapez und in der XL-Variante serienmäßig vorhandenem Gennaker erfüllt die VISION aber auch die ANsprüche sehr erfahrener Segler, die mit wenig Aufwand sportlich und schnell segeln möchten. Dank Polyethylen pflegeleicht und robust, kann man das Boot auch einmal einen Strand hochziehen und dergleichen. Das Cockpit ist selbstlenzend. Es gibt einenGNAV/Baumniederdrücker anstatt des klassiscien Niederholers und bereits serienmäßig eine Rollfock.
Technische Daten
Länge über Alles: 4,60 m
Breite: 1,75 m
Großsegel: 9 qm
Rumpfgewicht: 125
Austria Cup 2015 Bericht
Eigentlich wollte ich dieses Jahr gar nicht Offshore Segeln, sondern mich auf die Reanimation unseres Achensee- Segelsports konzentrieren, sowie meine beiden Kinder auf das Segeln einschwören, sofern sie Interesse zeigen.
Auf der anderen Seite habe ich schon immer mit dem Gedanken gespielt, einmal auf einem richtigen Regatta Boot anzuheuern, um den Meistern dieser Zunft auf die Finger zu schauen und ihnen die eine oder andere HighEnd-Performance zu entlocken.
So geschehen heuer im Frühjahr, als mich unser lieber Obmann, Hannes Eberharter, mit seiner unverkennbaren Paradebegrüssungsfloskel, anrief.
“ Wie schaut’s denn aus Tom. Gehst heuer amol segeln, Jå ? „
Auf die Anfrage eines teilehmenden Skippers des Austria Cups reagierte er prompt und in kürzester Zeit waren die vier Muske-crewZillertaltiere für dieses Abenteuer gefunden um die Mannschaft zu vervollständigen: Hannes Eberharter (Mainman), Michael Buechele (Taktiker und Navigator), Harald Schneider (Bowman, Mastman).
Ich durfte mich um den Motor der First 35, also mit anderen Worten, um die Genua kümmern.
Nach einer Sitzung im Vorfeld, die uns das Gefühl gab, unter hochprofessionellen Seglern zu sein, ging es dann am Sonntag dem 10. Mai ab nach Punat.
Der AUSTRIA CUP
wird vom Yacht Club Austria Crew Kärnten, www.yca-crew-ktn.at, dem Jacht Club Punat und dem Kroatischen Segelverband ausgetragen. Die Wettfahrten haben direkt vor der Küste in Punat stattgefunden . Wir haben von Montag bis Donnerstag 7 Wettfahrten absolviert wobei eine „Lange Wettfahrt“, eine „Navigationswettfahrt“, „Dreiecke“ und „Up and Down“ gefahren wurde.
Der finanzielle Aufwand pro Kopf (~650 Euro) stand in einem sehr guten Verhältnis zum Angebot: Vorbereitung und Organisation. Technische Ausstattung, Registrierung, Liegeplatzgebühren für die Regattatage (Sa 09.05. check in, Fr 15.05. check out), komplette Rennleitung, Auswertung und Druck der Tages-und Gesamtergebnisse, Catering, OCEAN7-Newsletter, professionelle Fotos für tägliche Slide-Show, Gesellschaftliches, See Help Boot ständig im Pulk.4 x Frühstücksbuffet und 4 x Abendessen inklusive Galadinner am Donnerstag in einem Riesen Festzelt.
Tägliche Siegerehrung und Slide-Show mit den neuesten Fotos und Musik, Geselligkeit und ein Unterhaltungsprogramm als Höhepunkt der Schlussveranstaltung am Donnerstag.
Mittwoch stand zur freien Verfügung.
Alles in allem eine perfekt organisierte Regatta die absolut keine Wünsche offen ließ. In der Marina hätte man vom Boden aufessen können. Ich bin Frühaufsteher und jedes Mal und zwar ohne Ausnahme war in den tollen Toilettanlagen eine Reinemachefrau anwesend. Das Frühstücksbuffet war üppig und man wäre kaum in der Lage gewesen sich durchzuessen, ganz zu Schweigen von dem Abendessen (2 Menüs zur Auswahl)
DER RENNVERLAUF
Der Start bei der 1. Wettfahrt war sensationell. Keine Ahnung wie wir das geschafft haben, aber es war wohl mehr Glück als Können im Spiel und wir überquerten als Erste die Startlinie und konnten auf der Kreuz das ganze Feld der Einheitsklasse in Schach halten. Unser Boot, die Aquarius, lief wie die Sau und wir rundeten als Leader die Luvtonne. Es gelang uns irgenwie den Spi zu setzen und wir nahmen den direkten Kurs zur Leetonne. Während alle anderen Boote den zigzag Kurs im Down -Wind wählten, eben weil im Raumschot der Spi die größte Kraft entwickelt, verwendeten wir den Spi als Rahsegel, konnten uns so freihalten und mussten uns somit nicht mit dem Feld matchen. Dies hatte den Effekt dass wir an der Leetonne noch in Führung lagen. Beim Rundungsmanöver wurden wir dann vom Feld durchgereicht, weil wir grosse Probleme hatten den Spi zu bergen. Immerhin gelang es uns noch den 8. Rang zu erreichen.
Am Ende des Tages kristallisierte sich unser Handicap heraus. Zum Einen die Unerfahrenheit unter Spi zu segeln und zum Anderen die Crew, die uns anheuerte. Lange Rede kurzer Sinn: weil unsere Mitsegler doch nicht die Profis waren, die sie anfänglich schienen, haben wir einfach die Kontrolle übernommen, und so konnten wir den Rest der Woche akkurat mitsegeln und fanden uns im Classement jeden Tages so im mittleren bis hinteren Mittelfeld.
Mit Hilfe eines alt bekannten Haudegens, Florian Karl, alias Flo seineszeichens FB-Schein Prüfer sowie in dieser Woche Skipper auf dem 1. Tiroler Boot (Juventus) und anhand eines YouTube Video’s konnte ich die Mannschaft ganz gut auf das Spi-segel einstimmen.
https://m.youtube.com/results?q=setzen%20des%20spinakers&sm=12
Jeden Tag brachten wir unseren Spi noch schneller in Form. An dieser Stelle verdient unser Bowman Harry Schneider Lob und Anerkennung für seinen unzerbrüchlichen Willen, weit über seine körperliche Fähigkeit hinaus die First unter Spi am Laufen zuhalten. Im Laufe der Wettbewerbstage konnten wir unsere Leistung immer wieder steigern, vorausgesetzt die “ Profis“ konzentrierten sich ausnahmsweise mal auf Ihre eigne Arbeit.
„Wenn se gfolgt hom, oft wong ma nit ganz schlecht untawegs‘ ho. „
Am letzten Tag war eine Langfahrt angesetzt mit Navigation.
Wir starteten als absolut Letzte, hatten aber sicher eines der schnellsten Boote und so rollten wir das Feld von hinten auf und drangen sogar in die Topgruppe ein bis wir den 3.Rang behaupteten. Nur die Trinity(Solaris One 44) hatte noch genügend Fahrt um unter Land noch durch die Flaute zustossen, dann auf’s Offene hinauszutümpeln um den Spi mit dem letzten Hauch Wind den der Tag noch hergab zu füllen und über die Ziellinie zu fahren. Leider wurde die Langfahrt wegen der zulang anhaltenden Flaute abgebrochen.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt wussten wir dass mit einer harmonierenden Crew nach oben hin noch einiges an Luft vorhanden wäre.
Ich wette, dass die 5 besten Crew – Zillertal Regatta Boote allemal das Zeug dazu hätten, bei diesem Bewerb eine Top Five Platzierung herauszusegeln.
FAZIT
Ein Mega Bewerb für den Breitensport. Sehr professionell organisiert. Die Marina Punat ist der Hammer. Alles neu. Das Preis Leistungsverhältnis sehr gut. Wir hatten eine sehr lehrreiche traumhafte Woche die keine Wünsche offen ließ.
Das Segeln unter Spi ist eine Sache des Trainings. Man muss es einfach nur probieren, denn es macht irrsinnig Spaß, mit dem Teil zu Segeln. Der Speed ist grandios.
Zum Schluss noch ein großes Dankeschön an meine zwei anderen Mitstreiter, Hannes Eberharter und Büchele Michael, auf die man sich immer verlassen kann.
In diesem Sinne
Handbreit
Thomas Buttenhauser